Landesliga wir kommen !!!
Zum Saisonfinale trudelten die Volleyballer des SSV gemächlich in der Elmschenhagener Turnhalle ein. Einzig Kapitän Dirk Thurow schaffte es vor den Strandern in der Halle zu sein und stellte damit seine Vorbildfunktion wieder mal unter Beweis. Nachdem Aufbau und einer ungewöhnlich intensiven Aufwärmphase konnte das Spiel um die Meisterschaft endlich beginnen.
Der zweite Satz brachte Veränderungen. Matthias Miersch wurde für Christian „Chrisch“ Klein eingewechselt und auch die Strander wirkten wie ausgewechselt. Wir hingegen, agierten mit weniger Druck von den Angriffspositionen und produzierten einfache Fehler. Einen Ball ins Aus zu pritschen darf uns in der kommenden Saison nicht passieren. Auch die Annahme, der Grundstein für ein solides Spiel, wackelte. Die etwas härter geschlagenen Sprungangaben des jungen Strandes Jenne Hinrichsen, brachten uns in arge Bedrängnis und so lagen wir mit 13 zu 18 im Hintertreffen. Mit der Einwechslung von Christian Walter für Brause Bob versuchten wir neuen Wind in unser laues Spiel zu bringen. Wir schafften es jedoch nicht uns noch einmal heranzukämpfen und mussten den Satz mit 20 zu 25 abgeben.
Die kurzzeitige Ernüchterung war groß. Trainer Uwe und Mannschaftskapitän Dirk wussten, dass sie etwas ändern mussten und setzten auf unsere Stärke in diesem Spiel, den größten Unterschied zur Strander-Sechs: die Erfahrung. Wie zuvor, Christian für Brause Bob, wurde jetzt Gerrit König für das Küken Markus Friebe in die Mitte eingewechselt. Ob es an der nun noch mal gesteigerten Altersüberlegenheit lag oder nicht, sei dahingestellt. Wichtig war, es funktionierte und wir konnten uns gleich zu Anfang des dritten Satzes von den Strandern absetzen. Gerade Uwe, der unschwer zu erkennende älteste Spieler auf dem Platz, konnte von seiner Erfahrung zerren. Der oft auf diagonal ausgerichtete Block wurde von ihm mit gekonnten Linienangriffen umspielt. Strande versuchte zu verhindern, was nicht mehr zu verhindern war. Die Auszeiten beim Spielstand von 11 zu 7 bzw. 16 zu 10 zeigten keine Wirkung und wir konnten den Satz schlussendlich mit 25 zu 21 für uns entscheiden.
Nach dem Seitenwechsel wollten wir den Sack zu machen. Chrisch kam für Uwe und konnte jetzt im Angriff überzeugen. Doch auch die Strander meldeten sich eindrucksvoll zurück. Es entwickelte sich ein spannender Spielverlauf zweier ausgeglichenen Kontrahenten. Keine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Punkte absetzen. Auf unsere Seite sind die beiden Mittelblocker Dirk und Gerrit hervorzuheben, die nicht nur ihre Blockarbeit verbesserten, sondern auch ohne Libero eine stabile Annahme garantierten. So konnte Ballverteiler Marc Wolff, dem seine 4-wöchige Trainingsabstinenz nicht anzumerken war, auch mal ein schnelles Timing spielen. Etwas glücklich war dann der Ausgang des vierten Satzes. Beim Spielstand von 25 zu 25 bewies Christian starke Nerven als er einen Angriff der Strander ins Aus guckte. Bei so einer selbstverständlichen Regungslosigkeit musste das Schiedsrichtergespann einfach zu unseren Gunsten entscheiden. Als dann das Spiel mit dem Abpfiff des gegnerischen Zuspiels beendet wurde, war die Enttäuschung der Strander groß. Wir hingegen waren glücklich. Glücklich darüber, dass wir nun endlich laut an die Landesliga denken durften.
Schon im ersten Satz mussten wir aber feststellen, dass der gute Vorsatz nicht umgesetzt werden konnte. Irgendwie schien nicht viel zu gelingen. In allen Mannschaftsteilen traten eklatante Schwächen zum Vorschein und die Konzentration nahm sichtlich ab. Zu unserem Glück lief es bei den Mettenhofern auch nicht viel besser und so konnten wir den Satz trotzdem mit 25 zu 23 für uns entscheiden.
Auch nach dem Seitenwechsel verbesserte sich das spielerische Niveau nicht. Wir führten zwar über den gesamten Satz, konnten uns jedoch nicht darüber freuen. Wahrscheinlich dachten wir an die noch verbliebenen Zuschauer und mussten uns eingestehen, dass sie die eigentlichen Verlierer der Partie waren. Wir können nur hoffen, dass wir lernen mit solchen Situationen umzugehen. Wir denken, dass jeder von uns besser spielen wollte. Manchmal soll es aber einfach nicht sein und so ist zu kritisieren, dass die Mannschaftsstimmung mit jedem gespielten Ball abnahm. Dirk wollte in dieser Phase Verantwortung auf dem Feld übernehmen und wechselte sich beim Stand von 9 zu 9 für Matthias ein. Seine Angriffe über außen waren kurze Lichtblicke in einem sonst düsteren Satz. Unglaublicherweise konnten wir jedoch auch diesen Satz mit 25 zu 21 gewinnen.
Im dritten Satz spielte Mettenhof dann konstanter und wir immer noch nicht besser. Unsere Angriffe wurden teilweise gut abgewehrt beziehungsweise nicht druckvoll genug übers Netz gebracht. Spielerische Höhepunkte waren wirklich Mangelware und wir mussten den wohl schwächsten Satz der Saison mit 25 zu 19 abgeben. Einige Spieler trugen den Satzverlust mit Fassung und versuchten ihn mit einer stark aufspielenden Mettenhofer Mannschaft zu erklären. Andere waren völlig fassungslos über unsere Mannschaftsleistung und wussten gar nicht, wo sie mit der Fehleranalyse beginnen sollten.
Zum Glück lief der vierte Satz etwas besser, wenn nicht unbedingt spielerisch. So konnten wir doch zumindest kämpferisch etwas zu legen. In der Anfangsphase erarbeiteten wir uns durch starke Angaben von Marc gleich einen 4-Punktevorsprung. Zwischenzeitlich konnten wir diesen Vorsprung zu einer 8-Punkteführung ausbauen. Die Mettenhofer versuchten zwar uns durch Spielunterbrechungen beim 9 zu 2 und 19 zu 11 aus dem Konzept zu bringen, wir aber behielten die (doch strapazierten) Nerven und konnten den Satz mit 25 zu 18 gewinnen. Richtige Freude kam nach dieser Leistung jedoch nicht auf und so verschwanden wir schnell unter die Duschen. Bei Bier und hausgemachten Spezialitäten stieg die Feierlaune aber schnell und das Spiel gegen Mettenhof wurde von der „Festplatte gelöscht“.
Nun liegt es an uns die neue Saison zu planen und uns für den Aufstieg in die Landesliga spielerisch zuverbessern. Da viele von uns gerade einen neuen Lebensabschnitt bestreiten (Ende des Studiums, Ausbildung, usw.), gibt es dabei viele Wackelkandidaten.
Sicher ist schon jetzt, dass Markus aus beruflichen Gründen die Mannschaft verlassen wird. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und bedanken uns für sein Engagement auf und neben dem Spielfeld.
Mit sportlichen Grüßen
Eure Volleyballer












GLÜCKWUNSCH, endlich habt ihrs auch geschafft !